Programm 1

Nach der Zeit

 

Franz Liszt (1811-1886)

Liebestraum Nr.1 "Hohe Liebe"

Am Rhein, im schönen Strome

Nuages gris, S.199

 

Hans Huber (1852-1921)

Bilderbuch ohne Bilder

/10 Fantasien über Hans Christian Andersens gleichbennante Dichtung/

 

Beat Furrer (*1954)

voicelessness (the snow has no voice)

 

Robert Schumann (1810-1856)

Geistervariationen Wo0 24

 

Was bleibt, wenn die Zeit vergangen ist? Welche Spuren hinterlassen Erinnerungen, Erfahrungen und vergangene Augenblicke? Die Werke von Franz Liszt, Hans Huber, Beat Furrer und Robert Schumann nähern sich diesen Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven. Zwischen romantischer Erinnerung, musikalischen Bildern und zeitgenössischer Klangsprache entsteht ein Programm über Zeit, Vergänglichkeit und Nachhall. Vergangenes erscheint dabei nicht als abgeschlossene Geschichte, sondern als etwas, das in der Gegenwart weiterwirkt.

 

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Programm 2

1927–2027: Was war neu?

 Ein Klavierabend zwischen Nebel, Schatten und Stille

 

Bix Beiderbecke (1903-1931)

In a Mist (1927)

 

Henri Stierlin-Vallon (1887-1952)

Aziza la danseuse (1927)

 

Fazil Say (*1970)

Black Earth (1997) 

 

Federico Mompou (1893-1987)

Música callada (1959-1967) /Auswahl/

 

Liar Navok (*1971)

Silent Streets (2020)

 

George Benjamin (*1960)

Shadowlines (2001)

 

Beat Furrer (*1954)

voicelessness. the snow has no voice (1986)

 

Von 1927 bis in die Gegenwart spannt sich ein musikalischer Bogen, der keiner linearen Chronologie folgt. Nebel, Erinnerung, Erde, Stille, Schatten und Verstummen bilden dabei poetische Leitmotive. Das Klavier verbindet unterschiedliche Klangwelten: Jazz und europäische Kunstmusik begegnen Schweizer Musikgeschichte, türkischen Klangtraditionen und zeitgenössischer Komposition. Das Programm fragt, was musikalisch als „neu“ empfunden wird – und wie sich unser Hören im Laufe der Zeit verändert. Der Blick wird nicht nur zurück, sondern zugleich in die Gegenwart und Zukunft gerichtet.