Programm 1
BLUEPRINTS
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Prelude und Fugue Nr. 8 Es-Moll BWV 853
Dimitar Nenov (1901-1953)
Miniaturen für Klavier
I. Vorspiel
II. Lied
III. Staccato
IV. Pastoral
V. Dudelsack
Sergei Rachmaninov (1873-1943)
Variationen über ein Thema von Corelli Op. 42
Beat Furrer (*1954)
voicelessness. the snow has no voice
Maurice Ravel (1875-1937)
La Valse
Musik und Architektur teilen dieselbe Grundlage: die Struktur, die Proportion und das Spiel mit dem Raum. „BLUEPRINTS“ ist ein Konzertkonzept, das diese Parallelen hörbar macht.
Von der mathematischen Präzision und den klaren Linien eines Johann Sebastian Bach über die architektonische Formsprache Dimitar Nenovs bis hin zur klanglichen Abstraktion eines Beat Furrer – das Programm führt das Publikum durch eine Reise von der Konstruktion zur Emotion. Ergänzt durch die impressionistischen Farben Ravels und die leidenschaftliche Weite Rachmaninovs, wird das Klavier zum Werkzeug, das unsichtbare Räume erschafft.
Programm 2
NACH DER ZEIT
Franz Liszt (1811 - 1886)
Liebestraum Nr.1 "Hohe Liebe"
Am Rhein, im schönen Strome
Nuages gris, S.199
Hans Huber (1852 - 1921)
Bilderbuch ohne Bilder
/10 Fantasien über Hans Christian Andersens gleichbennante Dichtung/
Beat Furrer (*1954)
voicelessness. the snow has no voice
Robert Schumann (1810 - 1856)
Geistervariationen Wo0 24
Was bleibt, wenn die Zeit vergangen ist? Welche Spuren hinterlassen Erinnerungen, Erfahrungen und vergangene Augenblicke? Die Werke von Franz Liszt, Hans Huber, Beat Furrer und Robert Schumann nähern sich diesen Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven. Zwischen romantischer Erinnerung, musikalischen Bildern und zeitgenössischer Klangsprache entsteht ein Programm über Zeit, Vergänglichkeit und Nachhall. Vergangenes erscheint dabei nicht als abgeschlossene Geschichte, sondern als etwas, das in der Gegenwart weiterwirkt.
Programm 3
FRAGMENTE
Bix Beiderbecke (1903 - 1931)
In a Mist (1927)
Henri Stierlin-Vallon (1887 - 1952)
Aziza la danseuse (1927)
Fazil Say (*1970)
Black Earth (1997)
Federico Mompou (1893 - 1987)
Música callada (1959-1967) /Auswahl/
Liar Navok (*1971)
Silent Streets (2020)
George Benjamin (*1960)
Shadowlines (2001)
Beat Furrer (*1954)
voicelessness. the snow has no voice (1986)
Von 1927 bis in die Gegenwart spannt sich ein musikalischer Bogen, der keiner linearen Chronologie folgt. Nebel, Erinnerung, Erde, Stille, Schatten und Verstummen bilden dabei poetische Leitmotive. Das Klavier verbindet unterschiedliche Klangwelten: Jazz und europäische Kunstmusik begegnen Schweizer Musikgeschichte, türkischen Klangtraditionen und zeitgenössischer Komposition. Das Programm fragt, was musikalisch als „neu“ empfunden wird – und wie sich unser Hören im Laufe der Zeit verändert. Der Blick wird nicht nur zurück, sondern zugleich in die Gegenwart und Zukunft gerichtet.